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Die Königstraße war einst ein Trümmerfeld

1949-2014

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Von einem mit Wasser gefüllten Graben zur Flaniermeile der Landeshauptstadt: Die Geschichte der Stuttgarter Königstraße hat vor mehr als 200 Jahren begonnen. Ein Vorher-Nachher-Vergleich aus der Von-Zeit-zu-Zeit-Geschichtswer­kstatt

Von Thomas Faltin

Erst vor etwa 200 Jahren hat die Königstraße ihren kometenhaften Aufstieg begonnen zur unbestritten wichtigsten Flaniermeile Stuttgarts. König Friedrich I. wollte 1811 mehr Glanz in die Stadt bringen, nachdem Württemberg zum Königreich erhoben worden war. An dieses Ereignis erinnert auch der Straßenname und nicht etwa an einen bestimmten König.

Noch auf einem Kupferstich von 1730 ist zu sehen, dass die spätere Königstraße etwas ganz anderes war: ein mit Wasser gefüllter Graben. Heute ist die Königstraße 1200 Meter lang. Die Bilder des Stadtarchivs zeigen die Prachtstraße vom Wilhelmsbau aus: Vorne liegt der Übergang von der Marienstraße in die Königstraße, ganz hinten ist der Bahnhofsturm zu erahnen. Etwa 1949 ist das eine Foto des Stadtarchivs gemacht worden: Überall standen noch Ruinen, teils lagen noch Trümmer an den Straßen.

Seit 1977 ist die Königstraße Fußgängerzone

Das andere Foto des Stadtarchivs ist nur wenige Jahre später entstanden. Am linken Bildrand ist das Gebäude Königstraße 72 zu erkennen; errichtet von der Württembergischen Vereinsbank im Jahr 1907 in einem Mischstil aus Historismus und Jugendstil, ist es nach dem Krieg wieder aufgebaut worden. Erst 2001 wurde es abgebrochen. Der Neubau nahm zumindest die Form des Eckturms wieder auf.

Im Jahr 1977 ist die Königstraße dann zur Fußgängerzone erklärt worden, nachdem die Straßenbahnen in den Untergrund verlegt worden waren. Heute bildet der Abgang zur Haltestelle Rotebühlplatz den Abschluss der oberen Königstraße. Rechts dahinter stand übrigens die legendäre Lerche, in der ganze Generationen von Kids ihre Platten kauften. Auch deren Stelle hat vor einigen Jahren ein Neubau eingenommen.


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