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Von der Allee zur Automeile

1920-2014

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Foto: Sammlung Michaela Klapka
Straßenbahnen fahren an der 1912 eröffneten Oper vorbei.

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1920 waren die Straßen schön gepflastert, Kastanien beschatteten die Gehwege, und Fuhrwerke ratterten vorüber: Heute donnern tausende Autos über die Kreuzung am Charlottenplatz. Ein Vorher-Nachher-Vergleich aus der Von-Zeit-zu-Zeit-Geschichtswer­kstatt

Von Thomas Faltin

Schauen Sie ruhig zwei Mal hin: Man mag ja kaum glauben, dass man auf dem Bild von Martin Gerlach den Charlottenplatz vor sich sieht, und zwar etwa im Jahr 1920. Die Straßen sind schön gepflastert, große Kastanien beschatten die Gehwege, und es fahren noch Fuhrwerke vorüber, die von Pferden gezogen werden. Immerhin: die Straßenbahnen fahren in Stuttgart seit 1895 elektrisch; zuvor waren auch sie von Pferdekraft bewegt worden.

Unten rechts auf dem ersten Bild setzte sich der Charlottenplatz fort bis zum Alten Waisenhaus, und unter den Kastanien fand dort oft der Häfelesmarkt statt. Das große Gebäude am rechten Bildrand war das Stadtpalais des württembergischen Kriegsministers Ernst von Hügel (1774–1849). Bis zum Ersten Weltkrieg sei dort eine Automaten-Wirtschaft untergebracht gewesen, erinnert sich der „Von Zeit zu Zeit“-Chronist Martin Gerlach in einem Beitrag: Gegen ein Zehnerle kamen eine Limo oder ein belegtes Brötchen aus dem Automaten. Das große Schild, das auf diese moderne Errungenschaft hinweist, ist noch auf dem Gebäude zu sehen.

Der Name erinnert an die Gemahlin des späteren Königs

2013 steht an dieser Stelle das 1966 erbaute Schwabenbräu-Hochhaus, das gerade erst frisch renoviert worden ist. Erst in den 1950er Jahren entstand dann die große Kreuzung von heute, auf der unter und über der Erde der Verkehr tobt.

Zuvor hatte die Kreuzung nicht einmal direkt in die Hauptstätter Straße gemündet, sondern die Fuhrwerke mussten über die kleine Esslinger Straße im Bohnenviertel und um die Leonhardskirche herum gen Süden zuckeln. Seinen Namen erhielt der Platz 1811, zu Ehren der Gemahlin des späteren Königs Wilhelm I. Der Name blieb, obwohl die Ehe nur vier Jahre später zerbrach.


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