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Böse Zungen könnten behaupten, dass es inzwischen mehr Kirchen als Gemeindemitglieder gebe. Aber nun wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen: in der Stadt Stuttgart gibt es einige besonders alte und schöne zu bestaunen.

Von Matthias Ring

Eines der Wahrzeichen von Stuttgart ist neben Fernseh- und Bahnhofsturm die Stiftskirche. Ziemlich alt ist sie, ziemlich beschädigt war sie nach dem Krieg, und die letzte Sanierung, die nach vier Jahren im Sommer 2003 abgeschlossen war, hat man sich ziemlich was kosten lassen: auf mehr als 12 Millionen Euro waren die Ausgaben gestiegen.

Kosten, Kosten, Kosten

Überhaupt die Ausgaben: Wenn man mal die diversen Renovierungs- und Restaurierungskos­ten der vergangenen Jahre betrachtet, dann kommt ganz schön was zusammen. Eine Million Euro hat der Umbau der evangelischen Kirche in Mönchfeld gekostet, deren Glockenturm Anfang Februar gesprengt wurde, um neuen Platz zu schaffen. 1,4 Millionen Euro wurden für die Sanierung der Leonhardskirche veranschlagt, an der der Putz an allen Ecken und Enden bröckelt. 1,25 Millionen Euro hat die Sanierung der Liebfrauenkirche in Cannstatt gekostet, mehr als 2 Millionen die der Lutherkirche, ebenfalls in Cannstatt, eine halbe Million Euro die der Katharinenkirche in Stuttgart-Mitte.

Aber es wäre natürlich unfair, den Wert der Kirche an ihren Kosten zu messen. Denn obwohl nur wenige Gotteshäuser vor allem in der City von Stuttgart den Krieg unbeschadet überstanden haben, gibt es doch einige bedeutende und schmucke Bauten. Neben dem Prunkstück Stiftskirche, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen, zum Beispiel auch die Berger Kirche, die Mitte des 19. Jahrhunderts der erste neugotische Sakralbau in Württemberg war. Die Michaelskirche in Wangen hat schon mehr als 750 Jahre auf dem Buckel. Ein Schmuckkästchen ist auch die Russische Kirche Sankt Nikolaus im Westen.

Revolution in Kaltental

Etwas ganz Besonderes ist die katholische Kirche in Kaltental. Der Architekt Günter Pfeifer hat in Sankt Antonius geradezu Revolutionäres geleistet, indem er das Innere der 1932 von Hans Herkommer erbauten Kirche komplett umgekrempelt hat. Statt einer Längsausrichtung mit Kirchenbänken gibt es nun die so genannte Communio-Lösung, in der sich die Gemeinde wie im britischen Parlament gegenübersitzt. Ein Lichtbaldachin strahlt Ruhe und Wärme zugleich aus und gibt dem Raum zusammen mit roten Stühlen und schwarzen Akzenten eine japanische Anmutung. Nach anfänglichem Widerstand und Umgewöhnungsphase findet das neue Konzept in der Gemeinde inzwischen großen Zuspruch, kämen „wieder Leute, die man jahrelang nicht gesehen hat“, so ein Kirchenratsmit­glied. Gerade in diesen Tagen schadet der katholischen Kirche ein bisschen mehr Modernität gewiss nicht …


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