Die Geschichtswerkstatt von Stuttgarter Zeitung und Stadtarchiv
Startseite
Werden Sie Chronist
Themen
Orte
Zeiten
 

Trautes Heim - In Schutt und Asche

Eingestellt von

Margit Lechtenboerger

Zugeordnetes Thema

(nicht angegeben)



Anmelden


Möchten Sie auch Bilder beitragen oder Ihre Erinnerungen zu einem Thema aufschreiben? Hier geben wir Ihnen alle Informationen, wie „Von Zeit zu Zeit“ funktioniert.


Ort

Hauffstraße 8, Stuttgart

Dieses Bild ist folgendem Album zugewiesen:

Foto: Margit Lechtenbörger
So sah das Elternhaus von Margit Lechtenbörger in der Hauffstraße 8 vor dem Bombenangriff vom 12. September 1944 aus. Die Familile lebte im 4. Stock ganz rechts. Die ersten 12 Jahre ihres Lebens hat Margit Lechtenbörger in diesem Haus verbracht. Das Flammenmeer ließ dann nur Schutt und Asche übrig und breitete sich auch auf das Nachbargebäude aus, in dem der Onkel von Margit Lechtenbörger mit seiner Familie lebte. "In einer Nacht sind so die Wohnungen von unserer kompletten Familie ausgebrannt", erinnert sich Margit Lechtenbörger. "Damals habe ich zum ersten Mal gesehen, das Federbetten kreisförmig brennen."

Während des Angriffes war die komplette Familie im alten Wagenburgtunnel in Sicherheit. Als sie in die Wohnung zurückkehren wollten, fanden sie eine Ruine vor. "Das Schlimme war, dass auch die ganzen Vorräte unbrauchbar geworden waren. Die Einmachgläser im Keller waren zwar unbeschadet, aber der Inhalt hat so verbrannt geschmeckt, dass wir alles wegschmeißen mussten." Die wichtigsten Habseligkeiten hatte Vater Lechtenbörger bei einem Bekannten eingelagert, der weniger zentral wohnte. "So hatten wir wenigstens noch ein bisschen was", sagt Margit Lechtenbörger.

Anfangs kam die Familie bei der Freundin der Mutter in Stuttgart unter, bevor ihnen in der Schubartstraße ein Zimmer zugeteilt wurde. Froh sei damals gewesen, wer überhaupt ein Dach über dem Kopf gehabt habe. "Ich bin mit meiner Cousine in die Speisekamemr eingezogen. Da hatten wir ein Stockbett", erinnert sich Margit Lechtenbörger. Da sie damals ein propperes Kind gewesen sei, habe die zierliche Cousine unbedingt oben schlafen wollen. "Die hatte Angst, dass ich runterfalle und sie zerquetsche", erzählt Margit Lechtenbörger.
 

Dieses Bild interessiert 3 Chronisten



Zeitliche Einordnung

(nicht angegeben)


Kommentare

(Noch keine Einträge vorhanden)



Stuttgarter Zeitung
 
 
von Zeit zu Zeit