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Vom Olgaeck zu Fuß nach Untertürkheim

Eingestellt von

Waltraud Beck
Waltraud Beck
am 03.05.2009



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Ort

Olgaeck , Stuttgart

Dieser Bericht ist folgendem Album zugewiesen:


Zeitzeugenbericht

Es gab öfter außerordentlich viel Schnee in Stuttgart, aber ich glaube nie soviel wie im Februar 1958. Es schneite tagelang so unentwegt und heftig zum Wochenende, dass die Straßenbahn nicht mehr fahren konnte, teilweise sah man ganz Pflichtbesessene mit Skiern zur Arbeitsstätte fahren.

Ich traf mich, sooft es ging, mit meiner besten Freundin Annemarie, die ganz in der Nähe von mir wohnte. Wir wohnten damals noch in dem bewussten wunderschönen Haus an der Olgaecke, das später die Allianz abreißen ließ. Inzwischen waren wir bereits berufstätig.
Samstags gingen wir zum Schwofen nach Untertürkheim in der Sängerhalle, wir wollten Tanzen, wie viele andere auch, dabei lernten wir eine ganz Menge junger Leute kennen.
Dann kam dieses bewusste Schnee-Wochenende!
Wir m u ß t e n nach Untertürkheim, die Samstage waren für uns heilig, nichts hielt uns von unserem Tanzvergnügen ab. Während wir die ganze Zeit überlegten, wie das gehen sollte ohne Bahn, stapften wir immer in Richtung Untertürkheim von einer Haltestelle zur andern und hofften, dass der Schnee irgendwann weniger werden würde, und wir doch noch irgendwie hinfahren konnten.
Wir sind bis Untertürkheim gelaufen, ganz erschlagen kamen wir an. Stimmungsmäßig war in der Halle fast nichts los, es kam nämlich kaum einer. Heimgekommen sind wir nicht mehr. Annemarie hatte zum Glück einen Onkel in Untertürkheim, bei ihm konnten wir zu zweit auf seiner Couch die Nacht dort verbringen. Irgendwie schaffte es der Onkel, Annemaries Eltern zu benachrichtigen und diese dann meine Mutter.
Dieses Erlebnis, versetzte uns noch nach Jahrzehnten in eine ausgelassene Heiterkeit.

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