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Kunst und Technik - eine ideale Verbindung

Eingestellt von

Waltraud Beck
Waltraud Beck
am 11.03.2009



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Ort

Hafengebiet, Stuttgart-Hedelfingen


Zeitzeugenbericht

Eine so großartige Anlage wie der Stuttgarter Hafen mit all seinen Schubeinheiten, Lastenkähnen, Hebebühnen , Plattformen und Konstruktionen aller Art ist die beste Kulisse für eine Theaterbühne.
So geschehen bei der Veranstaltung "Theater der Welt 2005"
in Stuttgart.

31 Ensembles aus 19 Ländern verwandelten Stuttgart vom 16. Juni bis 10. Juli zum Zentrum des internationalen Theaters. Sie machten die Stadt zur Bühne an 16 Spielorten in Theatern und öffentlichen Plätzen. Die Amateurchöre aus Baden-Württemberg zählen selbstverständlich dazu.

Im Stuttgarter Hafen fand unter der Leitung von Orlando Gough, ein Konzert statt mit vielen Chören aus der Region. Festival-Leiterin Maria Zimmermann, hatte O. Gough, Komponist aus London, für die Konzeption des Projekts "Singing River" engagiert. Auf Schiffen vereint, sangen die Chöre am Publikum vorbeitreibend ihre Lieder mit Inhalten von Abschied, Reise, Exil und Ankunft.
Orlando Gough, hatte für das Festival das Stück "Vogel" komponiert.
Es gab viele Darsteller: Akteure, Kapitäne, Hafenarbeiter und
Techniker. Ein solches Szenario mitzuerleben war grandios.
Der Stuttgarter Liederkranz durfte dabei nicht fehlen. es war ein toller Anblick, wie die Sänger auf den Schiffen , Schleppern oder dem Lasten-Katamaran im Gesang vereint, an den Tribünen vorbeiglitten, wo dichtgedrängt die Zuschauer das Erlebnis begeistert verfolgten.
Viel Spass hatte das Publikum mit einem farbigen Amerikaner auf einem Floss, den ein großes Schiff an einem langen Tau im Schlepp hatte. Doch plötzlich ließ das Schiff das Tauende los und ganz hilflos trieb das Floss auf dem "River" umher. Automatisch dachte man an die Mississippi-Geschichte von Huckleberry Finn. Schließlich stürzte sich eine Einheit vom DRK in die Fluten und bargen Boot und Mann.
Die "Geräuschemacher" waren ebenfalls sehr engagiert, z.B. ließen sie das dumpfe Nebelhorn ertönen oder zauberten aus den verschiedenen Signaltöbnen einen eigenen Song.
Es war eine vollendete Verschmelzung von Kunst und Technik, das in dieser Form wohl einmalig war.

Dieser Bericht interessiert 4 Chronisten



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